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Sein und Schmerz

Collage aus Werken der Künstler_innen von Gabriele Johanna Schatzl

Gruppenausstellung mit Daniela Böckl, Helga Knirsch, Reinhard Nadrchal, Pia Stowasser und Gabriele Johanna Schatzl

APA Meldung

Was ist geblieben?

Ich widme meine Arbeit den jüdischen Fotografinnen, die die Anfänge der Atelierfotografie durch ihre Arbeiten geprägt und diese innovativ und progressiv weiter entwickelt haben. Sie machten die Fotografie für das breite Publikum zugänglich und definierten im Geiste der ersten Frauenbewegung durch die Art ihrer Darstellungen von Tänzerinnen, Schauspielerinnen und Sängerinnen die Frauenrolle neu. Sie waren hervorragende Lichtkünstlerinnen und gestalteten expressiv mit Licht-Schattenkompositionen ihre Motive noch bevor Man Ray dies tat.

Einige von ihnen und ihre Werke sind wieder für uns sichtbar gemacht worden, wie Dora Kallmus alias Madame d´Ora, Trude Fleischmann, Edith Tudor Hart oder Lisette Model. Die Arbeiten anderer, wie zum Beispiel von Pepa Feldscharek, Marianne Bergler, Hella Katz oder Edith Barakovich, wurden bis heute nicht aufgearbeitet. Es stellt sich die Frage, ob diese im Dunkel der Geschichte verschwinden werden, oder, ob wir uns doch weiter unserer Geschichte im Positiven, da ein kunst-historisch wertvoller Beitrag, wie im Negativen, die Vernichtung und Vertreibung sichtbar zu machen, stellen möchten?

Für mich zeigen die digitalen Fotocollagen:

  • das Verschwinden von jüdischen Mitmenschen, Motiv: Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin
  • das Erinnern an jüdische Mitmenschen, Motiv: Grabsteine am Wiener Zentralfriedhof, alter jüdischer Teil

Geblieben ist der Schmerz