Die Ausstellung widmet sich den Biografien von drei jüdischen Fotografinnen des frühen 20. Jahrhunderts, deren Werke und Wirken von Antonia Coffey, Claudia La und Gabriele Johanna Schatzl fotografisch künstlerisch reflektiert werden. Ziel der Ausstellung ist es, das Schaffen der Wiener Künstlerinnen, Madame d´Ora, Lisette Model und Peppa Feldscharek und dessen Bedeutung für die Entwicklung fotografischer Techniken und Gestaltung darzustellen und damit einer kulturellen Amnesie entgegenzuwirken.

Durch den Bezug zeitgenössischer Fotografinnen auf die Werke der Künstlerinnen der 1920er und 1930er Jahre soll deren Wirken als Teil der Kunstgeschichte bewusst gemacht und damit ein neues kulturelles Selbstbewusstsein geschaffen werden.

Jede der teilnehmenden Fotografinnen widmet sich einer Künstlerin jener Zeit- und Kulturepoche – sowohl deren künstlerischem Schaffen als auch, sofern dokumentiert, deren politischem und sozialem Engagement, welches durch Recherche in Magazinen und durch Auszüge von Veröffentlichungen in Bild und Text – neben den fotografischkünstlerischen Reflexionen der Ausstellerinnen präsentiert wird.


Als Ort wählen wir aus historischen Gründen das Grätzelzentrum am Max-Winter-Platz im 2. Bezirk und nützen die örtlichen Gegebenheiten für ein dreiteiliges Ausstellungskonzept, außen, am Zaun entlang des Max-Winter-Platzes zeigen wir die Biografien der jüdischen Fotografinnen und Beispiele Ihres Schaffens, um ihnen einen sichtbaren Platz in der heutigen Gesellschaft zu geben. Im Hof werden einige weitere Werke dieser Künstlerinnen zu sehen sein, auf die sich die zeitgenössischen Fotografinnen konkret beziehen und schließlich deren eigene Arbeiten im Inneren des Grätzelzentrums.